Dying Rose – Rosalia & The Beast

Genre: Drama / Erotik / Romantik
Umfang: 406 Seiten
Veröffentlichung:

Inhalt:

Im modernen Paris unserer Zeit erlebt der reiche Vincent einen unheilvollen Schicksalsschlag, der ihn für immer verändern wird. Für immer? Wäre da nicht Rosalia, die aufgrund der Schulden ihres Vaters schon bald an Vincent „verkauft“ wird. Sie ist jung und unerfahren im Umgang mit Männern und Vincent ist auch noch speziell. Warum muss es bei Zusammentreffen mit ihm immer dunkel sein? Warum darf sie nicht sein Gesicht sehen? Die sich entwickelnde Romanze offenbart schon bald die schlimme Wahrheit.

Inhaltselemente:

Action
Drama
Erotik
Humor
Romantik
Spannung

Meine Leseerfahrung:

Wie der Name des Buches schon andeutet, handelt es sich hier um eine entfernte Adaption der Geschichte von „Die Schöne und das Biest“. Doch es wird schnell klar, dass das Buch von Laura Winter einiges anders macht. ;)

Zunächst einmal erfahren wir etwas über den schrecklichen Vorfall, der dem Protagonisten Vincent widerfährt. Es ist kaum verwunderlich, dass ein solches Ereignis (nicht nur körperliche) Spuren hinterlässt. So baut man auch Verständnis für ihn auf, z.B. dafür, dass er sich weitestgehend zurückzieht – eben bis Rosalia in sein Leben tritt.

Die zweite Protagonistin in diesem Buch erweckt ebenfalls schnell das Mitleid des Lesers. Ihr Vater hat horrende Schulden – ausgerechnet bei Vincent. Um diese zu begleichen bietet ihr letztlich seine jüngste Tochter – Rosalia – als „Zahlung“ an. Das erscheint abstoßend, aber schließlich ist das der Einstieg in die Zusammenkunft von Vincent und Rosalia sowie der Beginn einer schönen Romanze. :)

Insgesamt finde ich die ganze Liebesentwicklung zwischen den beiden Protas recht realistisch. Es geht nicht zu schnell, aber für das Buch schnell genug, damit keine Langeweile aufkommt. Während Vincent anfangs ziemlich unsympathisch daher kommt (was man schnell auf seine Zurückgezogenheit schiebt), versucht Rosalia sich mit ihrer neuen Situation zu arrangieren. Im Laufe der Zeit stellt sich auch Vincent als gar nicht so großes Arschloch heraus. Er ist sehr auf das Wohl von Rosalia bedacht, sperrt sie nicht ein, sondern gewährt ihr auch gewisse Freiheiten. Sehr angenehm fand ich auch, dass es nicht viele explizite Szenen gab. Wenn dann waren sie aber sehr schön beschrieben und gefühlvoll.

Natürlich darf neben der ganzen Romanze auch etwas Drama und Spannung nicht fehlen. So gibt es weitere Charaktere, die keinen besonders sympathischen Eindruck hinterlassen. Es gibt da einige Szenen, die auf schlimmeres hindeuten und das wahre Biest dieser Geschichte erahnen lassen. Das Ende hingegen war dann unerwartet und auch sehr spannend. Trotz der Andeutungen im Buch kam es letztlich anders als man denkt.

Auch wenn ich den Schreibstil von Laura Winter bereits kenne und sehr mag, so hatte das Buch leider auch ein paar Fehler zu bieten oder auch Text-Wiederholungen, durch fehlende Verwendung von Synonymen. Da wäre sicher mehr drin gewesen. Ansonsten ist das Buch nicht zu langatmig. Die Zeitsprünge, die gemacht werden sind gut so und lockern auf. Zum Ende allerdings wurde es mir dann zu gestaucht. Zu viele Informationen im Epilog – da hätten es vorher gerne 1-2 normale Kapitel mehr sein können. Das Cover hingegen ist auf jeden Fall sehr schön, finde ich stimmig und optisch ansprechend.

Fazit: Eine gefühlvolle, moderne Märchen-Adaption von der Schönen und dem vermeintlichen Biest. Die Protagonisten erschleichen sich das Mitgefühl des Lesers, ganz unbewusst, so dass man sie bald ins Herz schließt. Sie entwickeln sich im Verlauf auch weiter und „lernen“ von einander. Insgesamt ein stimmiges Werk, was ich gerne mal wieder lesen werde.

Gesamtwertung:

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