Die Unwandelbaren

Genre: Fantasy / Thriller
Umfang: ca. 435 Seiten
Veröffentlichung:

Inhalt:

Reyna ist nicht normal, denn sie kann mit Tieren wandeln. Dazu löst sie ihre Seele von ihrem Körper und wandert damit in den Körper eines Tieres. Sie weiß nicht was sie ist: eine Pharos, eine Unwandelbare. Als die Caelum, eine Einheit der vielen Pharos, die es gibt, in ihrer Stadt erscheint, ändert sich ihr Leben komplett. Endlich erfährt sie was es mit ihrer Fähigkeit auf sich hat, warum sie wirklich bei ihren Großeltern aufwächst und wie ihre leiblichen Eltern in dieses Bild passen. Doch es lauern auch Gefahren in diesem neuen Leben, denn die Gestaltwandler (ehemalige Pharos, ohne Seele) machen bald schon Jagd auf Reyna und stellen sie vor schwierige Entscheidungen.

Inhaltselemente:

Action
Drama
Erotik
Humor
Romantik
Spannung

Alle Einzelbände dieser Reihe:

Meine Leseerfahrung:

Der Einstieg in das Buch geht ganz gut von der Hand, auch wenn man durchaus ein paar Kapitel lesen sollte, bevor man sich eine Meinung bildet. Die Story beginnt langsam, nimmt aber schnell Fahrt auf und hält das spannende Niveau gerade zu non-stop aufrecht. Besonders in den späteren Bänden passieren so viele Sachen gleichzeitig oder kurz hinter einander, dass man die Spannung förmlich im eigenen Körper spüren kann.

Reyna ist ein interessanter Charakter, wobei sie manchmal schwierig ist, da sie oftmals naiv wirkt oder fragwürdige Entscheidungen trifft. Später kann sie einem vermehrt auch Leid tun, denn sie macht ganz schön viel durch und kämpft immer wieder einen inneren Kampf mit sich selbst. Was ist richtig? Was ist falsch? Kann man bestimmte Dinge vertreten in Anbetracht der Umstände? Die Frage nach der Ethik spielt häufig eine große Rolle. Ich habe mir jedes Mal dieselben Fragen gestellt und konnte die Gedanken, die Reyna umtrieben, zumeist gut nachvollziehen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Charaktere. Auch sie sind alle durchdacht und liebevoll ausgearbeitet. Besonders Leith hat es mir angetan. Er macht sich anfangs eher unbeliebt beim Leser und hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Doch im Laufe der Reihe wandelt sich sein Charakter ins Positive und man lernt seine liebenswerte Seite kennen. Insgesamt fühlt man sich immer wie ein Teil einer großen Familie. Neben der Familie spielen auch die Liebe und die Freundschaft eine entscheidende Rolle in der Reihe. Aber neben den positiven Dingen, gibt es natürlich auch die negativen, wie Verrat, Schmerz, Trauer und Hass. Als Leser wird man in diesen Gefühlsstrudel gezogen, der einen nicht mehr los lässt. Reynas Schicksal entfaltet sich mit jedem Band mehr und am Ende bleibt man zwar ohne offene Fragen, aber mit der Wehmut, nach den lieb gewonnenen Charakteren, zurück.

Laura Labas schreibt erfrischend und abwechslungsreich. Kaum Wortwiederholungen, Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Vor dem Hintergrund, dass sie das Lektorat quasi selbst gemacht hat, kann man diese Fehlerfreiheit nur sehr loben! Besonders der Lesefluss gerät dadurch selten ins stocken und das Lesen macht einfach Spaß. Details sind gut recherchiert und die Geschichte gewinnt mit jedem Band mehr an Tiefe. Es wird nicht langweilig, man fiebert ständig mit Reyna und den Pharos mit. Viele überraschende Momente lassen den Leser atemlos zurück.

Fazit: In meinen Augen eine wahre kleine Perle in dem überlaufenem Fantasy-Genre. Die Story habe ich so noch nicht gesehen und Laura Labas schafft es, den Leser mit auf eine gefährliche und spannende Reise durch eine nicht so typische „Gestaltwandler“-Welt zu nehmen. Dabei wird sie auch stilistisch von Band zu Band besser. Das Lesen bereitet einem wahre Freude!

Gesamtwertung:

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